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Journal: Warum Apple ein Segen für Industrie und Anwender ist

von  Bastian  |  

Dieser Beitrag ist ein Journal Eintrag von MACBUG.de Redakteur Bastian. Er spiegelt nicht die Meinung der Redaktion wider, sondern dient dem offenen Meinungsaustausch.

Ein neues Jahr beginnt, und die IT-Welt blickt spannenden Produkten entgegen. Aus Apple-Sicht: Womöglich ein iPad, das endlich als Notebook-Ersatz herhalten kann; ein erstes richtiges Re-Design des iPhones; der Einstieg in die Fernseh-Welt. Nebenbei bemerkt gibt Windows wohl die neuste Version des Betriebssystems an die Verbraucher, mit einem richtig neuen Design. Samsung, Google und Co. schließen sich wie gehabt zusammen, und versuchen Apples Produkte auf Billig-Preis-Niveu durch die Kundschaft zu jagen.

Als Apple-Blog nimmt man dazu gerne Stellung, und betrachtet die Welt auch gerne aus der Apfel-Brille, die aber bei weitem nicht die schlechteste ist. Durch Zufall habe ich eine alte Keynote gefunden, und zwar die zum Start des iPhones. Spannende Sätze sind dort gefallen, solche, die auch Auswirkungen auf dieses Technologie-Jahr 2012, und vor allem für die Zukunft haben werden.

In diesem Journal-Eintrag (Apple schafft den PC ab), habe ich schon auf die Neuausrichtung der IT-Consumer-Branche hingewiesen: Der Kunde soll im Mittelpunkt stehen, alles wird einfacher und kanalisiert. Störend dabei ist:

1. Microsoft hat schlicht kein Konzept, um paart dies mit gekonnter Apple-Kopie.

2. Google will sein Open-Source Image aufrecht erhalten, und somit die neue Daten-Sammelwut zu kaschieren.

Was dabei vor allem auffällt: Beide Konzerne haben das Ziel, im unterem Preissegment Kunden zu gewinnen, und machen dies durch Überflutung des Marktes. Qualitätsprodukte sehen anders aus:

Google

Die Anzahl an Android-Smartphones kann man wahrscheinlich schon gar nicht mehr zählen. Der große Vorteil, so hört man, soll das freie Betriebssystem sein. So, liebe Anwender (sprechen wir mal über 95% davon), was haben Sie wohl davon? Eine reiche Auswahlmöglichkeit, “Smartphones” im unteren Preissegment, und natürlich dürfen alle Apps in den Android-Store. Das sind so die gängigen Kriterien.

Da fragt man sich als Anwender doch, ob diese Personen nicht die “totalen Fanboys” sind. Was bringt mir also ein sog. Smartphone, dass es in allen Variationen gibt? Ich benutze doch meist nur eines, und dieses sollte perfekt funktionieren, neueste Updates erhalten und Bedienkomfort bieten. Das sind Argumente, die man bei einem Smartphone-Kauf anbringen sollte.

Entwickler haben natürlich mit Android einen Vorteil (die zähle ich zu den restlichen 5% die ich hier nicht ansprechen will). 

Open Source ist auch so eine tolle Sache. Schöner Begriff. Meist stecken Großkonzerne dahinter, die sich freuen, Produkte nicht alleine entwickeln zu müssen, und eine breite Community im Rücken zu haben die Fehler sofort bemerkt und ausbessert. Das spart Arbeitskräfte und -zeit. So ein Open Source Betriebssystem für Smartphones kann man natürlich auch jedem Handyhersteller anbieten. Das schafft Marktanteil, und Marktanteil bedeutet mehr Werbeflächen und mehr Einnahmequellen.

Oder glauben Sie ernsthaft, Google stellt aus Großzügigkeit jedem ihr Betriebssystem zur Verfügung? Ein Konzern muss trotz allem Geld verdienen, und durch quelloffene Software hat dies noch kein Unternehmen geschafft.

Natürlich will Google im Internet-Geschäft weiter mitspielen. Mit Google+ verzahnt man jetzt den großen Marktanteil mit einer sozialen Plattform, und diese Nutzerdaten werden gleich noch für die Suche hergenommen. Ein schönes Dreieck das vor allem auf Eines abzielt: Marktanteil, Marktmacht und Profit. Der Nutzer kommt dort sicherlich nicht an erster Stelle, denn sonst würde man versuchen ein einheitliches Bedienkonzept auf allen Smartphones zu erstellen.

Eine private Geschichte soll dies verdeutlichen:

IFA Berlin 2010, das iPad wurde Monate zuvor von Apple vorgestellt, und die ersten Hersteller die davon profitieren wollten, liesen nicht lange auf sich warten. Ich nahm als ein Gerät von Samsung in die Hand, auf dem Android 2.x lief. Nicht optimiert, keine zugeschnittenen Apps. Bei jedem Gerät stand meist ein (natürlich völlig desinformierter) Messe-Helfer daneben. “Rumspielen” ging nicht, an allen Ecken und Enden hat es gehakt. Womit warb man? Dass man ALLE Geräte (von Samsung) ansteuern kann, ohne Adapter. Denn Samsung ist nicht so böse wie Apple, und lässt einfach pauschal all die “coolen Aktionen” zu, die man so mit einem Tablet anstellen kann.

Der Eindruck? Die Welt sieht das iPad, kann es sich nicht leisten, will aber an diesem Tablet-Hype mitmischen. Samsung bietet das Gerät, Google gibt sein Betriebssystem (nicht optimiert versteht sich) gleich mit her, und dieses Produkt wird dann verkauft. Wenn es kein Erfolg ist, egal.

Produktentwicklung heißt also: Baue ein Produkt nach, dass viele haben wollen, aber sich nicht leisten können. Was kommt dabei raus? Anwender, die denken, zu dumm für diese ganze PC-Welt zu sein, und es lieber professionellen Fachleuten überlassen.

Gefreut habe ich mich, als ich die Schlange vor dem “Die Welt” Stand sah. Sie hatten einen kleinen Tisch in der Mitte von zwei Hallen aufgebaut, und warben mit einem neuen Zeitungsabo fürs iPad. Und jetzt der signifikanteste Unterschied (nehmen Sie sich bitte einen Zettel und schreiben mit):

Fall 1 am Samsung-Stand: Messehelfer nehmen dem Kunden das Gerät aus der Hand, und führen die komplizierten “Klicks” selbst vor. Erklären sehr viel, und versuchen, mit vielen Argumenten das Gerät zu vertreiben.

Fall 2 am “Die Welt”-Stand: Die freundliche Helferin hat den Kunden einfach gesagt: Nehmen Sie das iPad doch selbst in die Hand, und spielen ein bisschen herum. Das ist nicht so schwer.” (in Bezug auf die Frage, wie man denn jetzt die Artikel auf dem iPad lesen und verwalten kann).

Alleine dieser Fall sagt schon eine Menge aus: Das iPad könnte sich von selbst verkaufen. Die Bedienung ist intuitiv, und es macht Spass. Für das Samsung-Tablet benötigt man hunderte Verkaufsargumente, und wenn das alles nichts hilft, macht man es einfach 100 Euro billiger als das iPad. Die Samsung-Mitarbeiter konnten einem Leid tun.

 

Apple

Das Vorgehen Apples dürfte bekannt sein, dennoch ein paar markante Punkte, die mir imponieren:

  • Ein Produkt (egal welches) der gesamten Öffentlichkeit in einer meist einstündigen Präsentation vor zu stellen.
  • Das Produkt zu erklären, dessen Sinn dahinter, und die Absicht, die sie damit verfolgen
  • Einen Preis fest zu legen, der die Erwartungen um ein Vielfaches erhöht. (“Ist ziemlich teuer, das muss aber gut sein!”)

Wenn so ein Produkt floppt, dann richtig. Aber den Mut zu haben, ein Produkt zu entwickeln von dem es noch keinen “Vorbau” gibt, und es dann der breiten Masse noch vor Veröffentlichung vor zustellen, ist schon riesig.

Das Apple-Paradoxon : Apple denkt in erster Linie an die Anwender, und ignoriert diese!

Hinter jedem Gerät Apples steckt ein Konzept. In erster Linie geht es um die Anwender, und die Bedienung. Die Frage hinter jedem Produkt ist: Wie kann es den Lebensalltag verbessern?  Dies schafft Apple mit dem iPod, mit dem iPhone, und mit dem iPad. Ein Beispiel? Sehen Sie sich die damaligen Smartphones an:

 

Und Apple kreierte das:

 

Neue Bedienung, völlig neues Konzept. Die Idee, Anwendungen für ein Smartphone so komfortabel wie auf einem PC/Mac zu gestalten, war bahnbrechend.

Das Gegenteil: 

Apple will natürlich in erster Linie vorschreiben, was der Anwender zu sehen bekommt, und wie er das zu sehen hat. Für mich aus zwei Gründen:

Profit, und Benutzerfreundlichkeit. 

Apps bedienen sich auf dem iPhone wie aus einem Guss, und das fast durchweg. Grund dafür ist Apples Entwickler-Werkzeug, und Apples-Vorgaben. Der Nachteil ist natürlich, Apples Kontrollwahn. So versucht Apple sich im IT-Geschäft am Leben zu halten.

So, Google und Apple wollen also weiter mitmischen, und fassen dabei natürlich jedes Konzept in’s Auge. Wo aber der große Unterschied ist:

Apple will dies mit Kundenzufriedenheit, und über Qualität. Die hat Ihren Preis, aber meist auch gerecht. Wo Apple drauf steht, ist zu einem riesigen Teil auch Apple drin. Tim Cook dürfte weiter klug spielen, und die Preise für Produkte weiter drücken (wieder durch Marktmacht). Aber fällt Ihnen etwas auf?

Tablets, Ultrabooks und Smartphones sind die “Post-PC-Ära”, und Apple ist bei keinem der drei Produkten unbedingt der teuerste Anbieter. Aber die Qualität bleibt weiter Apple-like. Apple versucht auch nicht durch Kundendaten Geld zu verdienen, sondern durch Soft- und Hardware. Dies lässt sich nur verkaufen, wenn Sie eine Marke entwickeln, der die Kunden vertrauen.

Google hingegen versucht, durch ihre Billig-Preis-Politik den Markt mit Google-Produkten zu fluten, um so an mehr Nutzerdaten zu kommen.

 

Apples iTV und Siri

Wenn Sie auf das Artikelbild blicken, können Sie Folgendes sehen:

Apple entwickelte für jedes neue Produkt ein neues Bedienkonzept. Jedes Apple Produkt war zur damaligen Zeit revolutionär. Apple will Hardware und Software miteinander verschmelzen.

Für Siri und Apples-TV-Gerücht bedeutet dieses Jahr 2012 ein goldener Anfang. Man darf gespannt sein, wie Apple diese Konzepte verschmelzt, und neue schafft.

In Las Vegas findet aktuell die CES 2012 statt. Mit dabei: Neue Online-TV-Konzepte. Google und Samsung sind wieder mitten drin. Doch wie gehabt, wenn Apple ein neues Produkt entwickelt, werden diese beiden wieder “nur dabei” sein, als mitten drin.

 

Fazit

Um zur Überschrift zurück zu kommen: Apple inspiriert die gesamte IT-Welt und seine Kundschaft. Apples Produkte lassen die Produktivität steigern, und den Menschen Spass mit der technischer Gerätschaft entwickeln. Andere Unternehmen hingegen versuchen Profit zu schlagen, und gehen dabei vorgegebene Wege: Microsoft mit dem AppStore für Betriebssystem und Windows Phone 7, Google und die gesamte Smartphone Branche mit mit dem iPhone-Konzept.

Es wird viele Personen geben, die Apple aus Prinzip ablehnen. Dennoch sei diesen Leuten gesagt: Ihre Produkte stammen direkt, oder indirekt, von genau diesem Unternehmen mit dem Apfel. In jedem Smartphone steckt Apples-Konzept, in jedem Tablet sowieso. Viele Ideen und Konzepte machte Apple mit dem Macintosh marktreif.

Ich wünsche Ihnen ein spannendes Jahr 2012!

Kommentare sind erwünscht, danke für die Zeit meinen Beitrag komplett zu lesen.

Autor: Bastian

Als Informatik-Student, und seit kurzem stellv. Chef-Redakteur bei MACBUG.de, will ich neuen Usern helfen, in die Macintosh-Welt ein zu tauchen, sowie langjährigen Nutzern neue Möglichkeiten eröffnen, wie Sie noch effizienter mit einem Mac arbeiten können. Themengebiete: UNIX, Terminal, MacOS X Allgemein Über Anregungen, Kritik und Problemberichte freue ich mich sehr - via Kommentar-Funktion oder Kontaktformular!

  • Kevin R.

    Sehr schöner Artikel.
    Hier wird die Strategie der anderen Unternehmen gut dargestellt. Leider wollen viele hier erwähntes nicht einsehen & schmälern Apple.

  • Kevin R.

    Sehr schöner Artikel.
    Hier wird die Strategie der anderen Unternehmen gut dargestellt. Leider wollen viele hier erwähntes nicht einsehen & schmälern Apple.

  • DAMerrick

    Sie weisen ja schon selbst darauf hin das sie befangen sind…
    Mir hat der Artikel gefallen und in vielen Punkten haben Sie Recht.

    Zwei Dinge lassen Sie aber aus oder wollen Sie einfach nicht wahrhaben, sehr gut zu sehen am Schluss Ihres Journals.

    “Apples Produkte lassen die Produktivität steigern, und den Menschen Spass mit der technischer Gerätschaft entwickeln. Andere Unternehmen hingegen versuchen Profit zu schlagen,”

    Die beiden Sätze schließen sich nicht gegenseitig aus, stehen nicht im Widerspruch zueinander wie Sie das versuchen zu vermitteln. Oder glauben Sie etwa Apple ist ein ehrenamtliches Unternehmen das es sich zur Berufung gemacht hat alles besser zu entwickeln? Auch Apple versucht Profit zu schlagen. Hat Schritt für Schritt eine maximale Marktmacht im Musiksegment etabliert, ist Monopolist auf dem Smartphone und Tablet-Markt. Diktiert Preise und Bedingungen. Hat Verlage und sogar die gesamte Musikindustrie in die Knie gezwungen.

    Und versucht alle Bereiche des Anwenders zu kontrollieren. Apple ist ein klassisches Lock-In. Wer raus will hat ein Problem, schafft es nur mit großer Anstrengung und viel Mühe.

    “Ihre Produkte stammen direkt, oder indirekt, von genau diesem Unternehmen mit dem Apfel.”

    Das ist natürlich korrekt. Was aber nicht bedeutet das nur Apple innovativ ist. Jeder kopiert von Jedem. Beispiel: Microsoft hat unter Windows die Homegroup vorgestellt. Apple hat dies mit AirDrop kopiert und verbessert (und zugleich stärker eingeschränkt)

    Nochmal: Jeder kopiert von Jedem. Wir hätten heute kein Auto wenn nicht jeder vom anderen seine Raderfindungen weiter verbessert hätte.

    Ich benutze selber Apple. Und bin zufrieden.
    Und ja, Apple hat für gewaltige Durchbrüche gesorgt. Und sie bleiben aktuell in Ihren Segmenten Marktführer, auch weil sie zurzeit die besten Produkte in diesen Bereichen herstellen.

    Das spricht sie aber nicht von Priftgier und Monopolwillen frei. Und auch nicht von der Tatsache das Apple alles tut den Kunden an sich zu binden.

    Damit Apple so toll ist wie Sie das in den letzten zwei Absätzen andeuten müsste sich das Unternehmen öffnen, und zwar nicht im Sinne der Ideen sondern im Sinne der Kompatibilität. Und zwar öffnen zu den Konkurrenten wie auch zu den eigenen Produkten, schlussendlich also zu den eigenen Kunden.

    • Bastian

      Da gebe ich Ihnen absolut Recht. Diesen Monopolwillen hat jedes der hier genannten Unternehmen inne.

      Doch Apple ist nur zwei Schritte voraus:
      Microsoft folgt mit Windows 8 und Windows Phone 7 (hat es mit DirectX vorgemacht, und versuchte es mit C#)

      Google bindet jetzt schon die Suche mit Google+ – Ergebnissen.

      In Sachen der Kompatibilität mache ich mal eine gewagte Aussage:
      Zum Glück ist Apple so eingeschränkt, denn sonst würde das Produkt Apple an sich nicht so gut funktionieren.
      Windows hat mit dem Kompatibiltäts-Zwang vieles kaputt gemacht, oder kann Ideen nicht umsetzen.
      Windows und Google sehen es im mobilen Bereich ein, und geben den Herstellern gewisse Richtlinien und Vorgaben.

      Vielleicht fehlt ein Fazit:
      In Sachen Konsum-Medien ist Apple in Sachen Kundensicht trotz allem ein führendes Beispiel.

      Aber ich würde lieber die Linux-Gemeinde an zweiter Stelle sehen, die aus Entwickler- und Anwender-Sicht für niedrigpreisige Software und Hardware sorgen.

      Zum Thema öffnen:
      Stimmt. Jeder müsste sich öffnen, denn nur so entsteht Fortschritt.
      Dennoch muss man es Unternehmen auch lassen Profit zu schlagen, und Konzepte zu verfolgen.

      Wie gesagt, der Artikel ist bewusst aus Apple-Sicht geschrieben, da der allgemeine Gedanke mir zu sehr gegen Apple geht, und viele den wahren Kern dahinter nicht erblicken.

      Um einen Artikel zu verfassen, der jedem Unternehmen gerecht wird, bedarf es mehr als diese paar Zeilen! :)

      • http://twitter.com/DAMerrick DAMerrick

        Jedem Unternehmen gerecht werden? Das geht in dem man es auf die einfachste Formel bringt: Jedes Unternehmen will Profit machen.

        Aber von Anfang an:
        Nur weil Apple Schritte voraus ist, entschuldigt dies nicht das Verhalten. Im Gegenteil, man könnte sagen Apple hat gezeigt das der Privatkunde nichts gegen strengen Kontrollwahn hat solange er sich nicht benachteiligt fühlt. Aber das kennt man schon aus Diktaturen.

        Das G+-Argument verstehe ich nicht. Studien zeigen das Menschen inzwischen erst in Networks suchen und dann googlen. Das die Ergebnisse eines Networks mit eingebunden werden ist da doch ein logischer Schritt.
        Apple hätte das gleiche mit Ping machen können bei der Musiksuche, doch Apple verbietet ja sogar das Copy & Paste.

        Wie gut das Produkt Apple funktioniert zeigt sich daran das der Erfolg des iPhones immer größer wurde je mehr APIs Apple für die Entwickler öffnete so das man das iPhone in immer mehr Umgebungen und in immer mehr Szenarien einsetzen konnte.

        Es ist nichts dagegen zu sagen das eine gewisse Reglementierung vorhanden ist, doch wenn diese zu Lasten der Kunden geht… bspw. iCloud, nur für Lion. USB3 gibt es gar nicht während Thunderbolt für Privatkunden unbezahlbar und für Firmenkunden uninteressant ist. Die Inkompatibilität bei iWork, das Lock-In bei allen anderen Dingen. Bspw. die Kontakte, es ist nicht möglich ohne Hilfe von Dritten die Kontakte aus dem iPhone zu extrahieren.

        Das sind so Kleinigkeiten die in der Masse verhindern das der Großteil der Nutzer (nämlcih der Teil der hier nicht liest weil ihm das Geschreibe zu kompliziert ist) nie wieder raus kommt.

        Wie gesagt, es ist keine gute Vorgehensweise Apples Aktivitäten zu relativieren in dem darauf verwiesen wird das es die Konkurrenten nachmachen.

        Und ich weiss nicht wo Windows irgendwas kaputt gemacht hat. Nochmal: Ich rede nicht im Sinne von Hardware-Kompatibilität. Da stimme ich Ihnen vollends zu, MS hat knappe 30years gebraucht bis Windows jetzt mit 7 das UniversalSystem wurde. Ich bin iPhone-User weil Android diese 30jahre noch durchmachen muss.

        Ich meine Kompatibilität zu anderen Systemen. Zu eigenen Systemen. Warum gibt es iCloud nur für Lion? Warum funktioniert AirDrop nicht mit Windows? Wieso sind nicht mal die Pages documents von iWork mit Pages for iPad kompatibel? Warum kann ich meine Kontakte nicht aus iCloud herausholen? Tausend solcher Kompatibilitäts-Probleme sind es.

        Apple wird auf dem Consumer-Segment Marktführer bleiben. Solange bis die Kunden anspruchsvoller werden.
        Und auf dem Firmensegment wird Apple nie Fuß fassen, dafür fehlt ihnen der Wille zur Kompatibilität und zur langfristigen Kundenbetreuung (aber das will Apple ja auch nicht mehr, wollte Apple nie. Apples Ziel waren immer die Privatkunden)

        Wie wäre es damit? Wir einigen uns darauf das Apple maßgeblich zum Aussehen und der Usability der heutigen Systeme beigetragen hat, in Form von Stevie sogar der Pionier und Rudelsführer war. Jedoch bei allem Lob nicht vergessen darf das auch Apple nur Profit machen will und eine Menge Probleme und Schwächen hat die ganz gewollt sind.

  • Lowtecman

    Würde ich glattweg unterschreiben.
    Seit 2002 bin ich Mac-User und habe bisher nur eine Sache bereut: nicht früher zum Mac gewechselt zu haben.
    Bei den Produkten und Dienstleistungen von Apple greift ein Zahnrad ins andere und alles läuft einfach out of the box!
    Das Zeug ist absolut jeden Cent wert. (Das mit den zu hohen Preisen stimmt ja nun seit langen Zeiten NICHT mehr.)

  • http://www.facebook.com/schrader.arnstadt Christian Schrader

    Apple hat definitiv einen Suchtcharakter. Aber es gibt sehr viele Punkte die mich stören. Man mag Microsoft Rückständigkeit einräumen wollen aber im Gegensatz zu Apple haben die es verstanden die Vorteile von Windows in einem sehr ausgereiften Hilfe- und Support-Center einzubinden.

    Apple sollte sich am Kunden und nicht an ihren eigenen Vorstellungen orientieren. Microsoft betreibt diese Art von Kundenpflege seit mehr als sechs Jahren. So wurde Windows 7 und Teile von Windows Vista auf Basis von Kundenwünschen kreiert. Windows 8 hat einen sehr großen Anteil von Kunden-Ideen.

    Über das Kopieren kann ich nur empfehlen sich mit der Timeline von den jeweiligen Windows Versionen zu befassen. Dazu gibt es eine sehr gute Website http://www.winhistory.de über die Betriebssysteme von Microsoft.

    Ja und derart fortschrittlich ist Apple nicht. Betrachte man den Finder, der schon bei einfachsten Kopierprozessen den Geist aufgibt, der nach wie vor nicht mehrere Dateien gleichzeitig umbenennen kann. Wo Applikationen für sich eigenständige Bibliotheken anlegen und somit doppelten Datenmüll verursacht (Beispiel iphoto). Wo iTunes es immer noch nicht auf die Reihe bekommt den Musikordner zu überwachen.

    So lange wie Apple weiterhin den Kunden vorschreibt was sie gut zu finden haben und was nicht, werden sie nicht wirklich an Marktmacht gewinnen.