Ein neues Jahr ist gestartet, Zeit für gute Vorsätze! Ein Vorschlag von uns: Lassen Sie das Anfängerdasein hinter sich, und steigen so richtig in die Macintosh-Welt ein. Natürlich kann in einem Artikel gar nicht das gesamte Wissen von MACBUG.de niedergeschrieben werden (wir wollen Sie ja jeden Tag bei Laune halten), aber wir wollen Ihnen hier einen Weg, nützliche Tools, Hilfsmittel und wichtige Links mit auf den Weg geben.
Wenn Sie die nächsten Schritte und Hinweise befolgen, so sind Sie nur noch wenige Klicks vom echten Pro entfernt. Und das Beste? Die Hardware ist egal (natürlich sollte es ein Macintosh sein, schon klar).
Vorab: Wir haben den Instapaper-Dienst nun in jedem Artikel eingebunden! Der Artikel ist lang, speichern Sie Ihn doch mit einem Klick auf den Read Later Button für später ab!

Also, fangen wir! Schnappen Sie sich eine Packung Chips, und lesen sich die folgenden Schritte in Ruhe durch:
Verstehen Sie das Mac OS X – Konzept
Es gibt viele Unterschiede zu Windows, und genau das ist auch gut so. Einige Mac-Anfänger werden versuchen, einen Mac so zu bedienen, wie Sie es von einem Windows PC gewohnt sind! Machen Sie auf keinen Fall diesen Fehler! Der Mac ist anders (an ein paar Ecken auch ungewohnt), aber hat man das Konzept verstanden, macht es rießigen Spass:
1. Drag & Drop
Überall im System verteilt! Packen Sie mit Ihrer Maus einfach alles an was Sie sehen, und ziehen es an einem anderen Platz.
Applikationen einfach in das Dock ziehen, und wenn Sie diese nicht mehr dort haben wollen, wieder hinaus. Dokumente können rechts neben dem “Zebrastreifen” abgelegt werden, und sind so immer griffbereit.
Im Finder: Ziehen Sie Apps Einfach oben in die Menüleiste! Oder links in die Seitenleiste.
Zusammenspiel zwischen Finder & Dock: Dokumente können auf verschiedene App-Symbole gezogen werden! So öffnen Sie gewisse Dokumente einfach mit der gewünschten App, ohne Umweg über Menüeinträge.
2. Die [alt]-Taste
Alles ist besser mit der [alt]-Taste! Halten Sie diese gedrückt, und klicken z.B. auf das WiFi-Symbol! Schon sehen Sie mehr Details und Informationen. Oder: Rechtsklick auf eine Datei, und danach die [alt]-Taste gedrückt halten! Die Einträge ändern sich dynamisch!
3. Packages
Apps, die Sie herunterladen oder von CD/DVD installieren, sind in sogenannten Packages gepackt. Mit einem Rechtsklick auf eine App können Sie sich diesen “Paketinhalt” anzeigen lassen. Der Vorteil? Out-of-the-box! Unter Windows noch ein Traum, wird mit Mac OS X Wirklichkeit! Apps lassen sich per Drag&Drop (siehe 1.) einfach an einen anderen Platz ziehen, und funktionieren noch genauso!
Passen Sie beim “Installieren” vieler Anwendungen auf (Firefox etc.). Es erscheint ein Fenster, in dem Sie die jeweilige Anwendung einfach in den Programme-Ordner ziehen müssen. Seien Sie frech, und ziehen die App einfach an einen anderen Platz! Kein Problem!
4. Image-Dateien
Wie alle Systeme, die einen UNIX/Linux Unterbau haben, können sogennante Images einfach “gemountet” werden. Das heißt, Images gaukeln dem System ein neues Laufwerk vor. Praktisch: DVDs bzw. CDs können als Image umgewandelt werden, und so haben Sie ständig Ihre DVD-Sammlung bei sich. Wenn Sie also das nächste Mal eine .dmg-Datei herunterladen, denken Sie an “Image-Dateien”.
5. Der Finder
Der Finder ist nicht einfach nur das Mac-Pendant zum Windows Explorer. Der Finder steuert die gesamte Darstellung von Mac OS X. Das ist auch der Grund, warum der Finder im Dock immer aktiv ist (blauer Punkt unter App-Symbol).
6. Die Menüleiste
Ein großer Verdienst von Steve Jobs. Die Idee, dass die Menüleiste sich dynamisch mit den geöffneten Programmen ändert. Immer sichtbar, immer gleich. So erleichtert es den Benutzern sich zurecht zu finden. Windows benötigte etliche Jahre, bis Sie dieses Konzept mit der Ribbon-Oberfläche in Microsoft Office zum ersten Mal imitiert haben.
7. Das Dateisystem
Keine Laufwerksbuchstaben. Unter Mac OS X fängt alles beim magischen “/” an. Dieses Zeichen signalisert den Anfangspfad, die Wurzel des Systems. Von da an geht alles weg. Externe Festplatten oder DVDs bekommen also nicht einfach neue Laufwerksbuchstaben, sondern werden in den Verzeichnisbaum eingehängt (/Volumes/).
8. QuickLook
Kann man nicht oft genug als magisch bezeichnen: Dateien öffnen war gestern: Einfach eine Datei markieren, und via [Leertaste] “quicklooken“. So können Sie sich aufwändiges Öffnen einfach sparen! Hilfreich wie eh und je: Beim Hochladen von Dateien! Wenn Sie auf einer Internetplattform Dateien hochladen, und nicht mehr genau wissen wie die zu hochladende Datei heißt, einfach im Auswahl-Menü Dateien markieren, Leertaste drücken, und schon sehen Sie was sich dahiner verbirgt! Gold wert!
Blicken Sie hinter die Kulissen
1. Das Terminal
Es sollte seinen festen Platz in Ihrem Dock bekommen. Warum? Die grafische Oberfläche wurde nur um die grundlegenden Befehle “gebaut”, die in einem Betriebssystem implementiert sind. Das Öffnen einer Datei ist nichts anderes, als im Terminal
open xy
einzutippen. Warum das dann so spannend ist?
Das Terminal bietet Ihnen einfachen Zugriff auf das gesamte Verzeichnis. Öffnen Sie das Terminal, und geben
cd /
ein. Anschließend
ls -al
Nun sehen Sie die grundlegende Verzeichnisstruktur von Mac OS X. Auch den Volumes-Ordner können Sie erblicken (Siehe vorherigen 7. Punkt). Navigieren können Sie mit
cd Ordnername
, um zurück zu gehen, einfach
cd ..
eingeben!
2. Lernen Sie mehr über UNIX
Der Unterbau von Mac OS X. Hilfreich ist es schon bei kleineren Aufgaben: Stellen Sie sich einen zugemüllten Download-Ordner vor: Jede Menge verschiedener Dateien. Diese zu sortieren ist von Hand purer Wahnsinn. Mit UNIX und Terminal Kenntnissen jedoch ein Kinderspiel:
mv *.pdf /username/Desktop/PDF-Dateien
Dieser einfache Befehl schiebt alle PDF-Dateien in einen neuen Ordner auf dem Desktop!
Holen Sie sich zu dem Thema weiterführenden Literatur! Tipps werden gerne via Kommentarfunktion entgegengenommen!
3. Dank MACBUG.de einen Speicherort finden, den keine 5% der PowerUser kennen
Schon alleine mit diesem Wissen sind Sie einen Schritt näher: UNIX-Speicherort für Testzwecke
Holen Sie sich passende Software und Erweiterungen
1. Xcode
Sollte zum Standardrepertoire zu jedem angehenden Power-User gehören! Erhältlich im Mac App Store! Somit lassen sich .plist-Dateien genauer betrachten, und so mancher Quellcode besser betrachten.
2. VLC-Player
Befreien Sie sich vom QuickTime-Player Zwang, und spielen Sie jegliche Medienformate ab. Der VLC-Player ist Open Source, das heißt: Den Quellcode kann jeder einsehen, und passende Erweiterungen oder PlugIns basteln. Solche Unternehmungen ünterstützen Sie natürlich in Zukunft, denn der Computer und seine Software kann nur wachsen, wenn jeder Zugang zum Wissen und seiner Funktionalität hat (bestes Beispiel: Wikipedia).
3. Homebrew
Erweitern Sie Ihre UNIX-Befehle! Da Apple selbst diese nicht aktuell hält, können Sie sich bei Bedarf so manches Kommando einfach selbst installieren. Wieder durch offene Quellen versteht sich (glauben Sie mir, Sie werden bald merken dass so mancher nützlicher Befehl in der Grundausstattung fehlt).
4. iStat Menu
Kostenpflichtig, aber jeden Cent wert! Halten Sie Ihr System immer im Auge! Betrachten Sie Download-Bandbreiten und CPU-Auslastung. So haben Sie einen Geschwindigkeits-Bremser schnell im Visier!
5. Alfred
Die Kostenlose Variante dürfte genügen! Ein etwas besseres Spotlight! Mit Alfred holen Sie sich eine Suchleiste mit einem Befehl mitten in den Bildschirm. Beispiel: Anstatt einen Browser zu öffnen, zu Amazon zu navigieren, und den Suchbegriff einzugeben: Alfred-Suchzeile mit Tatenkombi herholen und folgendes eingeben ” Amazon ‘MacMini’ “. Schon öffnet sich der Standardbrowser, und zeigt die Sucherergbnisse auf Amazon an. Alfred kann bei weitem noch mehr.
Wir haben auch schon über Alfred berichtet.
6. CodeRunner
Testen Sie Ihre Codezeilen schnell und unkompliziert!
Lernen Sie eine Programmiersprache
1. Objective-C + Cocoa
Für diejenigen, die wirklich angreifen wollen, kommen um Objective-C und Cocoa nicht herum. Objective-C ist ein Abkömmling der Sprache C, und Cocoa regelt die grafische Betrachtung Ihrer Codezeilen.
2. Python
Ein absoultes Muss in der UNIX-Welt! Die Scriptsprache schlechthin. Auotmatisieren Sie Ihren Mac nach belieben, und machen Sie erste Bekanntschaften mit dem Programmieren!
Linktipps: Deutsche Python-Website, Lernen Sie Python
Über den Tellerrand
Das geschlossene Ökosystem gilt nur für das iPhone. Der Macintosh (also eigentlich Mac OS X) ist frei von jedem Software-Zwang. Vergessen Sie für einen Moment den Mac App Store, und blicken Sie hinaus und die Welt der Programme:
1. Das Portal für freie OS X Software
2. OpenSource-Software für den Mac
3. Halten Sie sich über ALLE Updates am Laufenden, und laden Sie neue Software herunter
Vergessen Sie Premium-Reseller oder den AppleSupport: Reparieren Sie Ihre Macs selber. Perfekte Anleitungen, Schritt für Schritt bebildert finden Sie hier: iFixit.com
Stehen Sie vor einer Neuanschaffung, und wollen einen Leistungsvergleich? Hier haben Sie das Paradies: Mac Benchmarks.
Werden Sie Apple-Developer, und bedienen sich dem großen Fundus an Foren, Software und Co. Kostenlos!
Und das Wichtigste…
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Wir haben schon vorgearbeitet
Und Ihnen bereits spannende Artikel geliefert, die Sie vielleicht verpasst haben:
2. Lion dauerhaft im 32-Bit-Modus booten
3. Kostenlose Objective-C Schulung via iTunes U
4. Erweitertes Speichern-Unter-Fenster standardmäßig aktivieren
5. OS X Lion – User-Passwort zurücksetzen
6. Nützliche Tastenkombinationen
7. OS X Lion – FTP-Freigabe-Dienst aktivieren
8. Dateien schützen und verstecken
9. Apps vollständig vom System entfernen
10. Dateien im Finder ausschneiden
Meinen Glückwunsch! Wenn Sie es bis dahin geschafft haben, belohnen Sie sich mit einer kurzen Pause, und uns mit einem Gefällt-Mir, Kommentar oder tweet!
Vielen Dank!
