permalink

1

MACBUG.de Softwaretest: App des Jahres 2011: Pixelmator

von  Bastian  |  

Seit Beginn des Mac App Stores ist Pixelmator in aller Munde. Das Team rund um diese App existiert bereits seit 2007, doch den großen Durchbruch erreichten sie Anfang dieses Jahres.

Die Krönung folgte wenige Wochen zuvor, als Apple zum jährlichen Best-Of bat. Herauskam der Titel Mac App des Jahres 2011.

Für mich war Pixelmator bis vor kurzem weniger interessant. Die in OS X integrierte Vorschau-App erfüllte meine alle meine Bedürfnisse, und zur professionelleren Photogestaltung griff ich zu Adobe Photoshop. Als Mac’ianer kommt man aber nicht umher, auf so eine gehypte App zu blicken, und diese zu testen.

Also ab in den Mac App Store, und die 18,9 MB große, und 23,99 € “teure” App heruntergeladen. Der Test bezieht sich auf die Version 2.0.1, und ist sicherlich nicht erschöpfend. Dennoch will ich meine Eindrücke mit Ihnen teilen, und ein kleines Fazit abgeben.

Passend: Das kürzlich erschienene Update brachte auch eine deutsche Sprachunterstützung mit sich.

Also, App in wenigen Sekunden geladen, ein Klick auf das Symbol im Launchpad, und es konnte losgehen:

Ein kleines Info-Fenster blendet sich zum Start ein (kann man auch abstellen), und bietet drei Möglichkeiten mit der App zu starten.

Ich öffnete ein erstes Bild:

 

Schön zu sehen: Wie Photoshop von Adobe verzichtet Pixelmator auf ein “Fenster”, und ordnet die Werkzeuge frei am Bildschirm an. Für Windows-Umsteiger ungewohnt, für mich persönlich aber richtig genial.

Die Werkzeugleiste sagt im Prinzip schon alles über das Ziel von Pixelmator aus:

Bunte Werkzeuge, dennoch (fast) gleiche Auswahl wie das professionelle Photoshop. Das aktivierte Werkzeug wird etwas vergrößert dargestellt, und ist etwas ungewohnt. Im Verlauf der Arbeit mit dem Programm stellt man jedoch auch hier fest: Passt perfekt in das Konzept!

 

Ein weiteres Augenschmankerl: Die schwarze Leiste oberhalb eines Bildes. Viele Mac-User träumten vor Monaten schon, dass mit Lion das Grau-In-Grau verschwindet, und ein neues schwarzes Design eingeführt wird. Pixelmator macht es vor, und es sieht Klasse aus!

 

Weitere OS X – Features in der Übersicht (Quelle: http://www.pixelmator.com/)

 

Aber genug das Design gelobt. Wie fühlt sich Pixelmator nun an?

Bei genaueren Betrachten fällt auch hier wieder der Spagat auf: Es ist, auf den ersten Blick, eine erweiterte Vorschau-App für Bilder: Vollbild-Symbol im rechten oberen Eck, und der in Lion eingeführte Pfeil neben dem Dokumenten Namen.

 

Diese “Vorschau-App”-Funktionalität birgt wieder eine kleine Umgewöhnung mit sich: Denn Pixelmator speichert jede Änderung am Bild sofort ab. Mit einem Klick auf Alle Versionen durchsuchen… können Sie einen alten Stand des Bildes nun ganz leicht wiederherstellen. Weiteres Feature: Bilder können mit einem Klick auf Duplizieren vervielfacht werden! Praktisch wenn man ein Bild als Entwurf benötigt, und daran herumspielen will. Im Zusammenspiel mit der professionellen Werkzeugleiste bekommen Sie so das Beste aus beiden Welten!

Wenn Sie noch nie mit Photoshop gearbeitet haben, kann ich Ihnen Pixelmator nur wärmstens ans Herz legen. Die Feature-Vielfalt für ein Programm das knapp 25 Euro kostet ist einfach genial! Die Werkzeuge lassen sich leicht bedienen, und ein PopUp-Fenster erklärt die Bedienung. Und für alle, die Inspirationen bei der Bildbearbeitung suchen, oder Neulinge sind, hilft diese Tutorial-Seite aus dem Hause Pixelmator weiter!

Aufpassen müssen Sie jedoch, wenn Sie Photoshop vollständig durch Pixelmator ersetzen wollen: Das Dateiformat .psd aus dem Hause Adobe ist kein quelloffenes Format, und dürfte somit nie 1:1 in Pixelmator verarbeitet werden.

Da dies kein Test für professionelle Anwender , oder ein Vergleich zwischen Photoshop und Pixelmator sein soll, werde ich zum ausgiebigen Fazit kommen:

Pixelmator hat für mich die Vorschau-App, und Photoshop in Sachen Bildbearbeitung ersetzt! Trotz riesigem Funktionsumfang ist es kinderleicht zu bedienen, und passt sich als native OS X – App perfekt an den Macintosh an. Als Privatanwender sind Sie mit dieser App bestens bedient. Der Spaß-Faktor ist enorm hoch, und durch das schicke Design wird man schon zum Bearbeiten und Verfeinern förmlich getrieben. Durch die wachsende Community und die guten Tutorials vom Pixelmator-Team selbst können Sie Ihre Kreativität entfachen, und sich in das Gebiet der Bildbearbeitung vagen. Denn nicht nur für kleinere Bearbeitungen, auch für große Projekte eignet sich Pixelmator wie keine zweite App!

Professionelle Anwender finden ein nettes Spielzeug vor, und werden für den Hausgebrauch bestens bedient. Die App reagiert und öffnet schneller als Photoshop, und wirkt bei weitem nicht so riesig. Auch ein wichtiger Hinweis: Tastenkürzel, die Sie unter dem Adobe-Programm verwenden, funktionieren auch bei Pixelmator! ( “B” für Pinsel, “L” für das Lassowerkzeug).

In einem Satz: Diese App müssen Sie haben! Es gibt eine reiche Auswahl von erstklassigen Apps für den Mac die es nie mehr zulassen werden, auf einen Windows-PC zu wechseln. Und Pixelmator ist eine davon! Diese App fühlt sich wahrlich so an, als stamme sie von Apple selbst!

[toggle_content title="Pixelmator Informationen"]

Mac App Store – Link

Preis: 23,99 €

Größe: 18,9 MB

Vorraussetzungen: Mac OS X 10.6 oder neuer

Hersteller-Website: Link

Tutorials: Link

[/toggle_content]

Autor: Bastian

Als Informatik-Student, und seit kurzem stellv. Chef-Redakteur bei MACBUG.de, will ich neuen Usern helfen, in die Macintosh-Welt ein zu tauchen, sowie langjährigen Nutzern neue Möglichkeiten eröffnen, wie Sie noch effizienter mit einem Mac arbeiten können. Themengebiete: UNIX, Terminal, MacOS X Allgemein Über Anregungen, Kritik und Problemberichte freue ich mich sehr - via Kommentar-Funktion oder Kontaktformular!

  • Ateliercontrasto

    hallo und danke für deine ratschläge. ich suche verzweifelt in der werkzeugleiste folgendes (siehe Bild):
    danke für deine unterstützung.