OSX Lion steht vor der Tür, und damit erschwert es Apple wieder zunehmenst die richtige App für ein bestimmtes Einsatzgebiet zu wählen. Die populärsten Entscheidungen sind sicherlich folgende: Soll ich lieber Sparrow für meinen E-Mail-Verkehr nehmen, oder das neue Mail von Apple. Wie sieht es mit Firefox und Safari aus? Kann ich auf all die neuen Features von Safari verzichten?
Darüber kann man nächtelang, ach was sage ich, monatelang philosophieren. Daher will ich Ihnen, liebe Leser, ein paar Denkanstöße liefern.
Damit Sie Ihre eigene Meinung bilden können, habe ich am Ende des Artikels eine Info-Box erstellt, mit nützlichen Links für das jeweilige Programm!
Sparrow oder Mail?
Es soll ja noch User da draußen geben, die haben Sparrow noch nicht einmal eine Chance gegeben. Daher sei hier gesagt: Testen Sie es aus! Es könnte Ihre Art und Weise, wie Sie mit Mails umgehen, revolutionieren.
Sparrow nimmt sich vor, ein schlanker E-Mail-Client zu sein. Er erinnert an die Twitter-App für den Mac: Schlichter Aufbau, und erst auf Wunsch werden bestimmte Fenster und Menüs ausgefahren. Eine volle Multi-Touch-Unterstützung setzen diesem Client das i-Tüpfelchen auf. Reichhaltige Informationen zu Sparrow finden Sie hier und im Mac App Store.
Macbug hilft:
Wenn Sie aktiver GMail-Kunde sind, dann ist Ihre Entscheidung bereits gefallen: Sparrow! Die Weboberfläche von Google ist, für mich persönlich, ein Graus. Ein so umständliches und schlechtes Design zur E-Mail-Verwaltung habe ich selten gesehen. Die Idee und das Konzept dahinter ist jedoch brilliant: Verschiedene Labels anstatt Ordner für Ihre Mails. Dies lässt es zu, dass Mails verschiedenen Kategorien zugeteilt werden können. Haben Sie z.B. eine Handy-Rechnung per Mail bekommen: Wo sollen Sie diese einsortieren? Unter dem Ordner Rechnungen, oder unter Handyanbieter? Labels helfen: Geben Sie dieser Mail einfach das Label Rechnungen und die des Handyanbieters.
Und genau da sticht Sparrow: So etwas hat man bisher auf einem Computer noch nicht gesehen: Unglaublich einfach, übersichtlich und schnell teilen Sie Labels zu, sortieren Ihre Mails, und Navigieren sich durch die tiefen Ihres E-Mail-Verkehrs. Natürlich bietet Sparrow auch eine “Conversation”-Ansicht. Das heißt E-Mails werden zusammen gefasst und als eine Nachricht angezeigt. Zugehörige Nachrichten klappen Sie einfach auf und zu, anstatt ewig lange E-Mails zu lesen, wo Einrückungen und Farben Antworten signalisieren sollen.
Und jetzt kommt das große Aber:
Die iCloud. Denn wenn Sie nicht bei Google sind: Herzlich Willkommen bei Mail 5.0. Denn ohne Label-Funktion verliert man mit der Ordner-Denkweise leicht den Überblick bei Sparrow. Sicher werden über 90% der MacUser sich eine me.com-Adresse zulegen. Dies, und eine perfekte, nahtlose Integration ins Betriebssystem von Mail macht es richtig schwer an Sparrow fest zu halten.
Mail kann Fullscreen und eine neue, grandiose Suche: Geben Sie einfach mehrere Suchkriterien auf einmal ein. Wie von Spotlight gewohnt: Instant. Threat-Ansicht, Favoriten-Ordner in der Menüleiste, eine Zwei- oder Drei-Spalten-Ansicht und viele kleinere Verbesserungen lassen es zu einem unglaublichen, fast perfekten, E-Mail-Client werden.
Einen Ausblick in die Zukunft:
Ich gehe davon aus, dass Apple mit der iCloud jetzt auch Labels anbieten wird. Es stand als kleines Features hinter der Mail-Präsentation. Und diese werden wahrscheinlich auch nahtlos in Mail 5.0 integriert werden. Alleine der Fullscreen-Modus wäre schon ein driftiger Grund zu wechseln.
Persönliche Empfehlung
Für GMail-Freunde: Sparrow
Für iCloud-Freunde: Mail 5.0
Der Browser-Krieg auf dem Mac: Firefox oder Safari
Sollte dieser Blog tatsächlich noch keine Windows-Freunde vertrieben haben, diese Überschrift lässt sie jetzt endgültig alle mit dem Kopf schütteln: Wie kann man um Himmels Willsen daran denken, Safari als seinen Standard-Browser festzulegen? Unter Windows ist dies keine Frage. Safari ist kein ordentlicher Browser auf Windows-Basis. (Der gleiche Effekt tritt, am Rande gesagt, auch bei QuickTime auf)
Unter OSX Lion blüht Safari jedoch förmlich auf: Fullscreen-Mode, Pinch-to-Zoom, Doppeltap um einen Text zu vergrößern, Scrollbalken-Freier Bildhschrim, Reading-List etc. Haben Sie noch keine Live-Demo von Safari gesehen: Schauen Sie sich eine an. So ein lebendiges Surfen war man vorher nur von dem iPad gewohnt. Dieses unglaubliche Erlebnis, gepaart mit einer Synchronisation über die iCloud auf all ihre Endgeräte geben Firefox eigentlich nicht den Hauch einer Chance. Wichtige Add-Ons findet man auch auf Safari.
Das übliche Spiel: iCloud-Kunden können fast nicht anders. Allein die komfortable Synchronisation (ohne einen einzigen Finger zu krümmen oder etwas einstellen zu müssen) vereinfachen die Wahl enorm. Warum stelle ich die Frage trotzdem?
Ich habe aktuell die 4. Preview von Lion auf dem Mac, und Safari ist bei weitem nicht so stabil wie Firefox. Dieser benötigt zwar unglaublich viele Ressourcen, dennoch surft man stabil und komfortabel. Eine App für iOS erleichtern die Synchronisation. Klar wird Apple Safari bis zum Release stabilisiert haben, dennoch sollten Sie Firefox testen. An diejenigen, die an Firefox hängen: Bereiten Sie sich auf den Umstieg vor. iPad-Surf-Feeling auf dem Mac + Fullscreen + iCloud-Anbindung machen es zu einer 99,9% zu 0,1% Entscheidung. Dazu kann man mit einem Zwei-Finger-Wisch nach rechts und links durch den eigenen Verlauf navigieren. Die einzelnen Seiten fliegen förmlich aus dem Browser-Fenster. Ein nettes Feature: Safari ermöglicht es in Zukunft, eine sog. Reading-List zu führen. Tappen Sie einfach auf ein Symbol wenn Sie gerade eine Website lesen, und schon speichert Safari den Link links auf dem Fenster in eine Liste, damit Sie ihn später wieder lesen können. Ein schönes Feature, denn man will keine hundert Lesezeichen speichern am Tag, oder deswegen tatsächlich tausende Tabs offen haben. Es sei gesagt: Es ist kein ReadItLater oder Instapaper Killer, denoch finde ich es Klasse: Meine ReadItLater-Box wird täglich mit mindestens 30-Links vollgestopft, nur damit ich diese am Abend wieder löschen muss.
Persönliche Empfehlung
Für alle Firefox-Freunde tut es mir Leid, aber Safari macht einfach den besseren Eindruck. Wie gesagt, nahtloser Fullscreen und Multi-Touch topt einfach alles, was man bisher vom Browsen auf einem Computer gewohnt ist. Unter Safari 5.1 bekommt man das iPad-Feeling auf den Mac. Unbedingt ausprobieren!
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Sparrow
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