Kommen wir zu einer Systemsoftware, die in den nächsten Jahren noch große Aufmerksamkeit erregen wird: Hazel. Es ist die Art von Systemsoftware, die sich erstens, nicht tief in das System einnisten muss um fantastische Arbeit zu leisten, und zweitens, ein absolutes Google-Feeling hervor ruft.Wie auch immer Sie bis jetzt ohne diese Software ausgekommen sind, nach dem Sie diesen Artikel gelesen, und Hazel hoffentlich getestet haben, wird Ihr Leben am Macintosh nicht mehr das gleiche sein.
Doch was macht Hazel so besonders? Na, dann fangen wir doch mal an…
1. Einführung
Hazel überwacht auf Kommando bestimmte Ordner, und führt nach vordefinierten Ereignissen vordefinierte Aktionen aus (diesen Leitsatz können Sie auch gerne zitieren). Nicht sehr spektakulär, oder? Na dann warten Sie mal ab.
Sie haben täglich, grob geschätzt, 10 Aktionen, wo Hazel Ihnen die Arbeit erheblich erleichtert. Als Beispiel: Sie machen eine gewisse Anzahl an Screenshots am Tag, laden sich .pdf-Dateien herunter, speichern sich Bilder aus E-Mails auf dem Desktop, laden Musik, machen sich Notizen und speichern diese als .txt-Dateien. Am Endes des Tages ist der Desktop voll, und sie haben keine Lust mehr einzelne Dateien zu gruppieren und auszuwerten. Macht nichts. Denn jetzt haben Sie ja Hazel.
2. Anwendung
Sie weisen Hazel an, Ihren Desktop zu überwachen. Im zweiten Schritt stellen Sie ein: “Wenn ein Bild auftaucht, das den Namen “Screenshot” hat, erstelle doch bitte einen Ordner und verschiebe die Dateien dort hinein. Und wenn du schon dabei bist, sortiere alle .pdfs nach Herkunft (also von welcher URL sie geladen wurden), erstelle einen Überordner “PDF”, verschiebe im ersten Schritt alle Dateien hinein, und im zweiten Schritt erstellst du Unterordner, beschriftest diesen mit passender URL und schiebst die passenden .pdfs dazu rein.” Gewöhnen Sie sich an, Notizen zu markieren. Sekundärklick auf eine Datei, passendes Label auswählen, fertig. Weisen Sie Hazel an, alle Dateien mit z.B. rotem Label in einen Ordner zu verschieben der “to_process” heißt, und schon können Sie am Ende vom Tag geordnet noch einmal alle Gedankengänge nachvollziehen. Vielleicht To-Dos erstellen? Hängen Sie Ihrem Dateinamen doch einfach “Hochschule” oder “Arbeit” an. Hazel soll alle Dateien die dieses Wort im Namen haben in einen eigenen Ordner schieben. Schon haben Sie auf einen Blick alles, was Sie sich in Bezug zum Studium oder zur Arbeit merken wollten.
Gehen wir weiter: Sie scannen eine Rechnung ein. Und man weiß genau: “Jetzt muss ich diese Datei erstmal in Ordner /Finanzen/Rechnungen/Mobilfunk/Jahr/ verschieben, und die andere muss ja da und da hin…”! Hazel kann das schneller! Beschriften Sie nach dem Scannen Ihre Dateien mit einem passenden Namen, und Hazel kann auf Wunsch diese in die richtige Struktur einsortieren. Ja sogar neue Ordner erstellen wenn es z.B. die erste Rechnung in diesem Jahr ist, und Sie noch keinen Ordner für 2011 erstellt haben. Und es geht noch weiter: Hazel bennent auf Wunsch Dateien passend um, und das dynamisch: Jahr, Tag, Monat, Typ… alles möglich! Denken Sie jetzt: Mit Automator oder AppleScript kann ich das aber auch, und zwar kostenlos!
Ja, aber mit Hazel erstellen Sie so einen Regel innerhalb weniger Minuten. DAS macht Hazel so gut!
3. Installation
Hazel gibt es nicht im Mac App Store, und da es eine Systemsoftware ist, wird sie dort wahrscheinlich auch nie auftauchen. Aber das ist kein Problem. Hier können Sie Hazel ganz bequem herunter laden. Nach dem Download einen Doppelklick auf die .dmg-Datei und Doppelklick auf das Installationssymbol. Hazel ist ein sog. prefPane, welches sich in den Systemeinstellungen einnistet:
Es erscheint aber erfreulicherweise auch als sog. “menulet” in der Menüleiste:
Mit Sekunderklick auf den Besen, “Open Hazel” klicken:
Nun erscheint folgendes Fenster:
Richtig los geht es mit einem Klick auf “Folders”:
Auf dem Screenshot sehen Sie ein paar Beispiele. Da dies hier nur ein kurzer “Review” ist, werde ich Sie an dieser Stelle erst einmal alleine lassen. Toben Sie sich aus, probieren Sie ein paar Regeln. Es wird in Kürze auch eine detaillierte Anleitung geben, mit vielen Beispielen und Schritt-für-Schritt Lösungen.
Hier ist es auch schon, das auführliche How-To-Hazel!
Ans Herz möchte ich Ihnen auch die “MacPowerUser” legen! Ein tolles Team, das fantastische Podcasts aufnimmt. Dieser Link führt Sie direkt zu ihrer Episode “Geeking Out With Hazel”. Eine grandiose Folge (Dauer: 1:15 Stunden) , mit sehr sehr vielen Tipps und Tricks (Hinweis: Podcast ist auf Englisch).
Und nun, viel Spass mit Hazel!
4. Weiterführende Hinweise
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Name: Hazel
Hersteller: Noodlesoft
Kategorie: Dienstprogramm
Kosten: 21,95 USD (ca. 15,51 Euro)
Link: Hazel – Noodlesoft
Mac App Store: Nein
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/opt/local/share/terminfo/68/hazel
/opt/local/var/macports/software/ncurses/5.9_0/opt/local/share/terminfo/68/hazel
/Users/”username”/Library/Application Support/Hazel
/Users/”username”/Library/Logs/Hazel
/Users/”username”/Library/PreferencePanes/Hazel.prefPane
/Users/”username”/Library/Preferences/com.noodlesoft.Hazel.plist
/Users/”username”/Library/Preferences/com.noodlesoft.HazelHelper.plist
/usr/share/terminfo/68/hazel
[/toggle_code]




